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Grönland 2 175 600 km² · rund 180 000 Inseln weltweit

Inseln der Welt

Grönland ist mit 2,18 Millionen km² die größte Insel der Erde – und zugleich klein genug, um nicht als Kontinent zu gelten. Wo diese Grenze verläuft, ist reine Konvention.

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Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende · Kacheln © OpenTopoMap (CC-BY-SA).

Australien ist mit 7,69 Millionen km² mehr als dreimal so groß wie Grönland und wird trotzdem nicht als Insel gezählt, sondern als Kontinent – eine Festlegung ohne physikalische Grundlage. Alles darunter gilt als Insel. Die zehn größten davon verteilen sich auf nur sechs Staaten, und drei allein liegen in der kanadischen Arktis.

Die zehn größten Inseln der Erde

InselFlächeOzeanStaat
Grönland2 175 600 km²Arktischer OzeanGrönland (zu Dänemark)
Neuguinea785 753 km²PazifikIndonesien, Papua-Neuguinea
Borneo748 168 km²PazifikIndonesien, Malaysia, Brunei
Madagaskar587 041 km²Indischer OzeanMadagaskar
Baffininsel507 451 km²Arktischer OzeanKanada
Sumatra443 066 km²Indischer OzeanIndonesien
Honshū227 960 km²PazifikJapan
Victoria-Insel217 291 km²Arktischer OzeanKanada
Großbritannien209 331 km²AtlantikVereinigtes Königreich
Ellesmere Island196 236 km²Arktischer OzeanKanada

Wie Inseln entstehen

Kontinentalinseln wie Großbritannien, Neuguinea oder Sumatra liegen auf dem Schelf eines Kontinents und waren während der letzten Eiszeit über Landbrücken mit dem Festland verbunden; als der Meeresspiegel um rund 120 m stieg, wurden sie abgetrennt. Ozeanische Inseln dagegen sind fast immer vulkanischen Ursprungs: Island sitzt auf dem Mittelatlantischen Rücken, Hawaii über einem ortsfesten Hotspot im Erdmantel, und die Inselbögen Japans und der Philippinen markieren Subduktionszonen – siehe Vulkane der Welt. Die dritte Gruppe bilden Korallenatolle: Ringförmige Riffe, die um einen längst abgesunkenen Vulkankegel weitergewachsen sind. Staaten wie Tuvalu, Kiribati und die Malediven bestehen fast nur aus solchen Atollen und liegen im Mittel keine drei Meter über dem Meeresspiegel.

Inselreiche und Inselstaaten

Indonesien ist mit rund 17 000 Inseln der größte Archipelstaat der Erde, gefolgt von Schweden, Norwegen und Finnland, deren zerklüftete Schärenküsten Zehntausende meist winziger Eilande zählen. Insgesamt gibt es weltweit rund 50 Inselstaaten – von Island im Nordatlantik bis Neuseeland im Südpazifik; eine vollständige Übersicht finden Sie unter Inselstaaten der Welt. Die abgelegenste bewohnte Insel ist Tristan da Cunha im Südatlantik: rund 2 400 km bis zur nächsten bewohnten Insel St. Helena und etwa 2 800 km bis Südafrika.

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