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Kartenmitte 0°, 160° O · Pazifischer Feuerring · rund 450 Vulkane

Vulkane der Welt

Rund drei Viertel aller aktiven Vulkane der Erde liegen auf einem einzigen Ring um den Pazifik. Die Karte zeigt sein Zentrum zwischen Japan, Indonesien und Ozeanien.

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Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende · Kacheln © OpenTopoMap (CC-BY-SA).

Weltweit gelten rund 1 350 Vulkane als potenziell aktiv, das heißt, sie sind in den vergangenen etwa 10 000 Jahren ausgebrochen. Zwischen 40 und 50 davon sind zu einem beliebigen Zeitpunkt gerade tätig. Fast alle liegen an Plattengrenzen – dort, wo Erdkruste absinkt oder auseinanderreißt (siehe tektonische Platten).

Bekannte Vulkane der Erde nach Höhe

VulkanHöheLandBesonderheit
Ojos del Salado6 893 mChile, Argentinienhöchster Vulkan der Erde
Cotopaxi5 897 mEcuadoreiner der höchsten aktiven Vulkane
Kilimandscharo5 895 mTansaniahöchster Berg Afrikas, ruhend
Popocatépetl5 426 mMexikoseit 1994 durchgehend aktiv
Mauna Loa4 169 mUSA (Hawaii)größter Vulkan nach Volumen
Fudschi3 776 mJapanletzter Ausbruch 1707
Ätnarund 3 350 mItalienaktivster Vulkan Europas
Merapi2 968 mIndonesieneiner der gefährlichsten Vulkane
Eyjafjallajökull1 651 mIslandlegte 2010 den Flugverkehr lahm
Vesuv1 281 mItalienAusbruch 79 n. Chr., Pompeji

Der Pazifische Feuerring

Der Pazifische Feuerring ist ein rund 40 000 km langes Hufeisen aus Vulkanen und Erdbebenzonen, das den Pazifik umschließt. Er verläuft von Neuseeland über Papua-Neuguinea, Indonesien, die Philippinen, Japan und Kamtschatka in Russland, über die Aleuten nach Alaska und weiter an der Westküste Amerikas entlang durch die USA, Mexiko, Guatemala, Ecuador und Chile. Hier taucht ozeanische Kruste unter leichtere Kontinentalplatten ab; das mitgeführte Wasser senkt den Schmelzpunkt des Gesteins, aufsteigende zähe Magma bildet die typischen steilen Schichtvulkane. Rund 450 Vulkane liegen auf diesem Ring – etwa drei Viertel aller aktiven Vulkane und der Ursprung von rund 90 % aller Erdbeben weltweit. Indonesien allein zählt etwa 130 aktive Vulkane und damit mehr als jedes andere Land.

Ausbrüche, die das Weltklima veränderten

Nicht alle Vulkane liegen an Subduktionszonen. Auf Island reißt der Mittelatlantische Rücken die Insel auseinander, auf Hawaii speist ein Hotspot tief im Erdmantel den Mauna Loa und den Kīlauea; weil die Pazifische Platte über den ortsfesten Hotspot wandert, entstand die Inselkette Stück für Stück. Historisch folgenreich waren vor allem explosive Ausbrüche: Der Tambora auf Sumbawa schleuderte 1815 so viel Asche in die Atmosphäre, dass 1816 in Europa und Nordamerika als „Jahr ohne Sommer“ in die Geschichte einging. Der Krakatau zerriss sich 1883; die Druckwelle war noch in Australien zu hören. Der Ausbruch des Pinatubo auf den Philippinen senkte 1991 die globale Durchschnittstemperatur für etwa zwei Jahre um rund 0,5 °C.

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