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7 Großplatten · Feuerring rund 40 000 km · Blatt PL

Tektonische Platten auf der Weltkarte

Die Erdkruste ist in etwa ein Dutzend große Platten zerbrochen, die sich mit wenigen Zentimetern pro Jahr gegeneinander bewegen. Ihre Ränder zeichnen die Erdbeben- und Vulkangürtel der Erde nach.

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Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende · Kacheln © OpenTopoMap (CC-BY-SA).

Die feste Außenhülle der Erde – die Lithosphäre – ist keine geschlossene Schale, sondern ein Mosaik aus starren Platten, die auf dem zähplastischen oberen Erdmantel treiben. Sieben Großplatten bedecken zusammen rund 94 Prozent der Erdoberfläche, dazu kommen etwa ein Dutzend mittelgroße und zahlreiche Mikroplatten. Die Reliefkarte oben zeigt, was die Bewegung anrichtet: Die langen Unterwasserrücken im Atlantik, der Anden-Bogen und die Tiefseegräben im Westpazifik liegen alle genau auf Plattengrenzen.

Die großen Erdplatten im Überblick

PlatteFlächeWichtigste Gebiete
Pazifische Platte103,3 Mio. km²fast der gesamte Pazifikboden, Neuseeland teilweise
Nordamerikanische Platte75,9 Mio. km²Nordamerika, Grönland, Nordostsibirien
Eurasische Platte67,8 Mio. km²Europa und der Großteil Asiens
Afrikanische Platte61,3 Mio. km²Afrika und der angrenzende Atlantik- und Indikboden
Antarktische Platte60,9 Mio. km²Antarktis und Südpolarmeer
Indo-Australische Platte58,9 Mio. km²Australien, Indien, Indischer Ozean
Südamerikanische Platte43,6 Mio. km²Südamerika bis zum Mittelatlantischen Rücken
Nazca-Platte15,6 Mio. km²Ostpazifik vor Peru und Chile
Arabische Platte5,0 Mio. km²Arabische Halbinsel, Rotes Meer
Philippinische Platte5,5 Mio. km²Seegebiet zwischen Japan und den Philippinen
Karibische Platte3,3 Mio. km²Karibisches Meer, Mittelamerika von Guatemala bis Panama
Cocos-Platte2,9 Mio. km²Pazifik vor Mexiko und Costa Rica

Drei Arten von Plattengrenzen

An divergenten Grenzen driften zwei Platten auseinander und neue ozeanische Kruste entsteht. Das bekannteste Beispiel ist der Mittelatlantische Rücken, an dem sich Amerika und Eurasien um rund 2,5 cm pro Jahr voneinander entfernen; auf Island tritt dieser Rücken über den Meeresspiegel und ist im Gelände begehbar. An konvergenten Grenzen taucht die schwerere ozeanische Platte unter die leichtere ab – Subduktion. So entstand der Marianengraben mit 10 984 m Tiefe, und so wachsen die Anden, wo die Nazca-Platte unter Südamerika taucht. Prallen zwei Kontinentalplatten aufeinander, faltet sich Gebirge auf: Der Himalaja hebt sich seit dem Zusammenstoß Indiens mit Eurasien und wächst noch immer um wenige Millimeter im Jahr, mehr dazu unter Gebirge der Welt. An konservativen Grenzen gleiten die Platten seitlich aneinander vorbei, wie an der San-Andreas-Verwerfung in Kalifornien mit gut 5 cm Versatz pro Jahr.

Der Pazifische Feuerring

Rund um den Pazifik reiht sich Subduktionszone an Subduktionszone. Dieser Gürtel ist etwa 40 000 km lang und verläuft von Chile über Mittelamerika, die Westküste der USA, die Aleuten, Kamtschatka, Japan und die Philippinen bis nach Indonesien und Neuseeland. Etwa 90 Prozent aller Erdbeben und rund drei Viertel der aktiven Vulkane der Erde liegen an diesem Ring – Einzelheiten auf der Seite Vulkane der Welt. Der zweite große Bebengürtel zieht sich quer durch das Mittelmeer, die Türkei und den Iran bis zum Himalaja.

Kartenpraxis: Auf der Reliefkarte erkennen Sie Plattengrenzen an langgestreckten Farbmustern – tiefblaue Rinnen am Rand der Kontinente markieren Tiefseegräben, ein durchgehender heller Streifen mitten im Ozean den Rücken.

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