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8 849 m bis −10 984 m · Spanne 19 833 m · Blatt RK

Geographische Rekorde der Erde

Zwischen dem Gipfel des Mount Everest und dem Grund des Marianengrabens liegen 19 833 Höhenmeter. Diese Übersicht sammelt die Extremwerte unseres Planeten.

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Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende · Kacheln © OpenTopoMap (CC-BY-SA).

Rekorde in der Geographie sind selten ganz eindeutig: Ob ein Fluss der längste ist, hängt davon ab, wo man seine Quelle ansetzt, und ob ein Berg der höchste ist, davon, ob man vom Meeresspiegel oder vom Erdmittelpunkt aus misst. Die folgende Tabelle nennt die gebräuchlichen Werte und macht kenntlich, wo sie umstritten sind.

Die Extremwerte der Erde

RekordOrtWertLand
Höchster Berg über dem MeerMount Everest, Himalaja8 849 mNepal / China
Tiefster Punkt der OzeaneChallengertief, Marianengraben10 984 m unter dem MeerWestpazifik
Längster FlussNil bzw. Amazonas6 650 km bzw. 6 400 kmÄgypten / Brasilien
Tiefster LandpunktUfer des Toten Meeres430 m unter dem MeeresspiegelIsrael / Jordanien
Größter SeeKaspisches Meer371 000 km²fünf Anrainer, u. a. Kasachstan
Tiefster SeeBaikalsee1 642 mRussland
Größte InselGrönland2 166 086 km²Grönland (Dänemark)
Größte WüsteSahara (Trockenwüste)rund 9 000 000 km²elf Staaten Nordafrikas
Trockenste WüsteAtacamastellenweise unter 1 mm Regen im JahrChile
Tiefste gemessene TemperaturWostok-Station−89,2 °C (21. Juli 1983)Antarktis
Höchster WasserfallSalto Ángel979 m FallhöheVenezuela

Wo die Rekorde umstritten sind

Der bekannteste Streitfall ist der längste Fluss. Traditionell gilt der Nil mit rund 6 650 km als Sieger, der Amazonas mit etwa 6 400 km als Zweiter. Brasilianische und peruanische Vermessungen setzen die Amazonasquelle jedoch weiter südlich im Anden-Hochland an und kommen dann auf über 6 900 km. Weil die Mündungsdefinition im Delta ebenfalls uneinheitlich ist, gibt es bis heute keine allgemein anerkannte Entscheidung – Wassermenge führt der Amazonas ohnehin unangefochten mit rund 209 000 m³ pro Sekunde. Mehr dazu unter Flüsse der Welt.

Auch beim höchsten Berg kommt es auf die Messgrundlage an: Über dem Meeresspiegel gemessen ist der Mount Everest mit 8 849 m unerreicht. Vom Fuß bis zum Gipfel gerechnet ist der Mauna Kea auf Hawaii mit gut 10 200 m höher, da er über 6 000 m unter Wasser aufragt. Und am weitesten vom Erdmittelpunkt entfernt liegt der Gipfel des Chimborazo in Ecuador, weil die Erde am Äquator ausgebeult ist. Beim Kaspischen Meer ist strittig, ob es See oder Meer ist: Es ist ein abflussloses Binnengewässer mit Salzwasser – wegen der fehlenden Verbindung zum Weltmeer wird es geographisch als größter See gezählt, siehe Seen der Welt.

Extreme in Zahlen

Die Höhenspanne der festen Erdoberfläche beträgt 19 833 m – vom Everest-Gipfel bis zum Challengertief. Der Marianengraben liegt östlich der Marianen im Westpazifik; würde man den Everest hineinstellen, blieben über seinem Gipfel noch mehr als 2 100 m Wasser. In der Atacama in Chile gibt es Wetterstationen, die über Jahrzehnte keinen messbaren Niederschlag verzeichnet haben; die Wüste liegt im Regenschatten der Anden und wird zusätzlich vom kalten Humboldtstrom trockengehalten – mehr unter Wüsten der Welt.

Kartenpraxis: Auf der Reliefkarte zeigen die dunkelsten Blautöne die Tiefseegräben, die weißen Flächen Gletscher und Hochgebirge. Zoomstufe 5 bis 6 reicht, um Everest oder Totes Meer im Gelände einzuordnen.

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