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Tropen 0°–23,4° · Subtropen bis 40° · Polarzone ab 66,6°

Klimazonen der Erde

Weil die Sonne den Erdball unterschiedlich steil trifft, legen sich die Klimazonen als Gürtel um den Planeten – vom Äquator bis zu den Polen, spiegelbildlich auf beiden Halbkugeln.

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Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende · Kacheln © CARTO.

Der Grund für die Zonierung ist geometrisch: Am Äquator steht die Sonne mittags nahezu senkrecht, ihre Energie verteilt sich auf eine kleine Fläche. Je weiter nördlich oder südlich, desto flacher der Einfallswinkel und desto größer die Fläche, auf die sich dieselbe Strahlungsmenge verteilt. Weil die Erdachse um 23,4° geneigt ist, wandert der Punkt des senkrechten Sonnenstands im Jahreslauf zwischen den beiden Wendekreisen hin und her – daraus ergeben sich Jahreszeiten und Regenzeiten.

Die vier Klimazonen im Überblick

ZoneBreitenlageMerkmaleBeispielländer
Tropische Zone0° bis 23,4°ganzjährig über 18 °C, kaum Jahreszeiten, Regen- und TrockenzeitBrasilien, DR Kongo, Indonesien
Subtropische Zone23,4° bis etwa 40°heiße, trockene Sommer, milde Winter; die großen WüstengürtelSpanien, Marokko, Australien
Gemäßigte Zoneetwa 40° bis 66,6°vier ausgeprägte Jahreszeiten, Niederschlag über das Jahr verteiltDeutschland, Frankreich, Kanada
Polare Zone66,6° bis 90°wärmster Monat unter 10 °C, Mitternachtssonne und PolarnachtGrönland, Island, Antarktis

Die Klassifikation nach Köppen

Genauer als die reine Breiteneinteilung ist die Klassifikation, die Wladimir Köppen ab 1900 entwickelte und die Rudolf Geiger später ergänzte. Sie beschreibt das Klima über Temperatur- und Niederschlagswerte und benennt jeden Typ mit zwei bis drei Buchstaben. Der erste Buchstabe steht für die Hauptgruppe: A tropisch (alle Monate über 18 °C), B trocken, C warmgemäßigt, D kaltgemäßigt beziehungsweise boreal, E polar. Der zweite Buchstabe beschreibt den Niederschlag – „f“ ganzjährig feucht, „s“ sommertrocken, „w“ wintertrocken, „m“ Monsun –, der dritte die Temperaturverhältnisse.

Deutschland und weite Teile Mitteleuropas fallen unter Cfb: warmgemäßigt, ganzjährig feucht, mit einem warmen statt heißen Sommer. Das Mittelmeergebiet von Griechenland bis Portugal trägt die Kennung Csa – heiße, trockene Sommer. Die Sahara ist BWh (heiße Wüste), die sibirische Taiga in Russland Dfc, das Inland Grönlands und die Antarktis EF (Eisklima).

Warum Klimazonen keine geraden Streifen sind

Auf einer Klimakarte verlaufen die Grenzen selten parallel zu den Breitenkreisen. Meeresströmungen verschieben sie: Der Golfstrom hält Norwegen weit über den Polarkreis hinaus eisfrei, während Labrador auf gleicher Breite arktisch ist; der kalte Humboldtstrom lässt die Atacama an der Küste Chiles vertrocknen. Auch die Höhe zählt: Pro 100 m Anstieg sinkt die Temperatur um durchschnittlich 0,6 °C, weshalb auf dem Kilimandscharo in Tansania nur drei Grad südlich des Äquators Gletscher liegen – ein Höhenklima, das auf engem Raum alle Zonen von der Savanne bis zur Frostzone durchläuft. Und Gebirge wie die Anden oder der Himalaya riegeln ganze Regionen vom Niederschlag ab.

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